NACHRUF Esther Villanueva-Eppler

In Dankbarkeit und in der lebendigen Hoffnung unseres Glaubens nehmen wir Abschied von Esther Villanueva-Eppler, die am 29. März 2026 in Interlaken heimgerufen wurde. Geboren wurde sie am 22. September 1938 in Zürich und wuchs in Weiningen ZH auf.

Schon früh prägte Gott ihren Lebensweg. Während ihres Welschlandjahres im Alter von 19 Jahren fand sie zum Glauben an Jesus Christus – ein Wendepunkt, der ihr ganzes Leben bestimmen sollte. In der Folge besuchte sie die Bibelschule auf dem Beatenberg, wo ihr Herz für die Mission weiter entfacht wurde.

1965 reiste sie mit Indicamino erstmals aus und begegnete dort bald ihrem späteren Ehemann Constante. Die beiden heirateten 1966. Doch ein schwerer Unfall ihres Mannes überschattete die ersten Ehejahre. 1969 kehrten sie für eine dritte Rückenoperation in die Schweiz zurück. Mit ihren zwei Töchtern lebte die Familie in Bern Liebefeld.

Im Jahr 1979 folgte ein weiterer mutiger Schritt im Glauben: die erneute Ausreise mit der SMG. Inzwischen war die Familie auf sechs Personen angewachsen – zwei Söhne waren hinzugekommen. In Chosica bei Lima (Peru) begann aus einer einfachen Kindertagesstätte heraus der Aufbau der Kindermission La Roca. Was klein begann, wuchs durch Gottes Gnade zu einer grossen evangelischen Schule mit über 300 SchülerInnen heran.

Esthers Leben war geprägt von Hingabe, Treue und einer tiefen Liebe zu den Menschen. Sie war offen, ehrlich und bereit, ihr eigenes Tun immer wieder im Licht Gottes zu reflektieren. Ihr Humor, ihre Bescheidenheit und ihre innere Stärke machten sie zu einem einzigartigen Vorbild.

In ihrer Autobiografie schrieb sie staunend, wie Gott schwache und kranke Menschen gebraucht – ein Zeugnis, das ihr eigenes Leben eindrücklich widerspiegelt.

2012 verstarb ihr geliebter Ehemann Constante in Peru. Vier Jahre später kehrte Esther in die Schweiz zurück. Ihre letzten Lebensjahre verbrachte sie im Artos in Interlaken, wo sie nun auch heimgehen durfte.

Was bleibt, ist ein reiches Vermächtnis: Vier Kinder mit ihren Familien, die die Frucht ihres Glaubens weitertragen – und La Roca, ein lebendiges Zeugnis der Nachfolge Jesu und der Kraft Gottes.

Ein Wort aus Psalm 18 begleitete ihr Leben: «Mit meinem Gott kann ich über Mauern springen» (Psalm 18,30). Gott war ihr Fels – in Freude und in Leid.

Wir sind dankbar für ihr Leben, für ihren Dienst und für die Spuren, die sie in unserer Missionsgemeinschaft hinterlassen hat. Ihr Zeugnis wird weiterwirken.

Im Vertrauen auf Gottes Treue nehmen wir Abschied mit den Worten aus Philipper 1,3–6: «Ich danke meinem Gott, sooft ich an euch denke, indem ich allezeit, in jedem meiner Gebete, für euch alle mit Freuden bete, wegen eurer Gemeinschaft am Evangelium vom ersten Tag an bis jetzt. Ich bin darin guter Zuversicht, dass der, welcher in euch ein gutes Werk angefangen hat, es auch vollenden wird bis auf den Tag Jesu Christi.»

In stillem Gedenken und herzlicher Verbundenheit

Für die Missionsgemeinschaft
Beat Leuthold

 

 

Hinweis: Die Zusammenarbeit mit unserer Partnerorganisation La Roca wird weitergeführt. Spenden für dieses Projekt sind weiterhin möglich und kommen direkt der Arbeit vor Ort zugute.

Aktuelle Stories

Esther Villanueva-Eppler

NACHRUF Esther Villanueva-Eppler

In Dankbarkeit und in der lebendigen Hoffnung unseres Glaubens nehmen wir Abschied von Esther Villanueva-Eppler, die am 29. März 2026 in Interlaken heimgerufen wurde.

GOTTES LIEBE SICHTBAR MACHEN: ALLTAG UND EINSATZ IM KRIEGSGEBIET LIBANON

Mitten in Angst, Flucht und Unsicherheit bleiben Natalie, Daniel und Bettina an der Seite der Menschen im Libanon. Während Bomben fallen und Familien alles zurücklassen müssen, bringen sie ...
Zentralasien

MEHR ALS EIN OBSTGARTEN: GOTTES REICH GEDEIHT

In Zentralasien ist das Leben für viele Menschen voller Herausforderungen. Genau dort hinein geschieht etwas Wunderschönes: Gott sät Hoffnung in die Herzen der Menschen und ihre Leben – durch ...