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Die Herausforderung urbaner Slums
Wir leben in einer Welt, wo einer von sechs Menschen in städtischen Slums wohnt. In nur 20 Jahren wird sich diese Zahl auf eine von vier Personen erhöht haben. Neben Epidemien und sauberer Energie ist die fortlaufende grassierende Urbanisierung eine der grössten Herausforderungen unserer Generation.

Shabrae, Jean-Luc und Joaquim Krieg

Überblick über unser naheliegende Nachbarschaft

Jugendleiter während einer Gesundheitskampagne

Kinder in unserem Kids-Projekt
Nach Angaben der Weltbank ist „urbane Armut das bedeutendste und politisch brisanteste Problem dieses Jahrhunderts.“ Die Art, wie unsere Generation darauf reagiert, wird weitgehend die Zukunft unserer Welt bestimmen.
Comunidad Mosaico (Mosaik-Gemeinschaft) entstand als Reaktion auf diese Herausforderung. Im Jahr 2005 folgten meine Frau Shabrae und ich einer langfristigen Berufung, unser Leben, unsere Gaben und unsere Fachkompetenz im Rahmen der städtischen Armut einzusetzen. Im Jahr darauf legten wir das Fundament eines neuen Werkes in Chimalhuacan, einer 1-Millionen-Stadt mit etwa 500‘000 Slumbewohnern am Stadtrand von Mexiko City. Seitdem konnten wir unser Team mit Mitarbeitern aus Neuseeland, Kolumbien, Simbabwe, El Salvador, der Schweiz, den USA und Mexiko auf zwölf Mitglieder vergrössern.
Unsere Vision ist es, die ganzheitliche Transformation von städtischen Slums anzustreben, indem wir Slumbewohner befähigen, nachhaltige Veränderungen in ihren eigenen Quartieren herbeizuführen. Wir tun dies, indem wir das Leben mit unseren Nachbarn teilen und unter ihnen wohnen. Zudem haben wir drei Organisationen unter unserer Dachorganisation Comunidad Mosaico gegründet, um unserem Ziel der ganzheitlichen Transformation näher zu kommen:
Comunidades de Shalom umfasst unseren Arm der Hausgemeindegründungen, der Jüngerschaft, Leiterschaftsentwicklung und emotionaler Gesundheitsberatung.
Transformación Urbana Internacional ist unsere NGO (Nichtregierungsorganisation), durch die wir bis jetzt die folgenden Projekte starten konnten: ProSalud, eine Gesundheitsförderungs-Initiative, ACJU, eine Jugend-Leiterschaftsentwicklungs-Initiative und Fussball-Liga, ProNiñez, eine Initiative zur Förderung der Kids, und Fortaleza, eine Initiative, welche die Quartiersorganisation und Stärkung der Zivilgesellschaft vorantreibt.
InKrea ist unser ‚Business-Entwicklungs‘-Arm. Wir starteten InKrea im vergangenen Jahr und wir hoffen, bis zum Ende dieses Jahres zwei rentable Kleinunternehmen zu haben.
Trotz vieler Fehler unsererseits sind wir ermutigt und Gott dankbar für die Auswirkungen, die wir bis jetzt erleben konnten. Im Laufe der vergangenen 4-5 Jahre wurden mindestens 5‘000 Menschen durch unsere Anstrengungen berührt. Wir sind sehr gespannt auf das was kommen wird, da es unser langfristiges Ziel ist, ein ‚Change-Modell‘ zu entwickeln, welches dann von anderen Organisationen, Kirchen und sozialen Akteuren in Mexiko City und darüber hinaus übernommen und angepasst, reproduziert und multipliziert werden kann. Auf diese Weise sollen viel mehr Slumbewohner ein besseres Leben erfahren und den Gott der Gerechtigkeit und Liebe kennen lernen können, der sich so sehr für unsere Welt und ihre Einwohner einsetzt.
Es überrascht uns nicht, dass unsere Arbeit mit Opfern, Schwierigkeiten und Schmerzen verbunden ist. Neben gewissen Schwankungen in unserem Team haben wir Opposition durch dämonische Angriffe, Anfeindungen durch eine lokale politische Partei und der zu erwartenden strukturellen Ungerechtigkeit und Korruption, welche in vielen Slums allgegenwärtig ist, erlebt. Trotz all diesen Widerständen haben wir erkannt, dass der grösste aller Feinde die Hoffnungslosigkeit ist.
Überwältigt und entmachtet durch den täglichen Überlebensstress, die zunehmende Drogengewalt und die gefährliche Richtung, die Mexiko im Moment einnimmt, sind viele unserer Nachbarn desillusioniert und haben die Hoffnung verloren, dass ein Wandel wirklich möglich ist. Viele sind zur Überzeugung gelangt, dass sie keinen Unterschied machen können in ihrem eigenen Leben, geschweige denn in ihrem Quartier oder ihrer Stadt. Und so versuchen sie es gar nicht erst. Mehr denn je verstehen wir, dass wir, um diesen mächtigen Feind zu überwinden, der sich in Zynismus und Bequemlichkeit tarnt, ein Evangelium verkünden und leben müssen, welches gute Hoffnung in alle Lebensbereiche hineinbringt. Gute Hoffnung, welche die Lügen, die uns die Hoffnungslosigkeit einflüstern möchte, überwinden kann; gute Hoffnung, welche uns den Glauben und die Ausdauer geben kann, um für das scheinbar Unmögliche zu kämpfen: die Ausbreitung des Reiches Gottes in den Slums wie im Himmel.
Jesús, einer unserer lokalen volontären Mitarbeitern, sagt es so: «Jetzt, da ich weiss, dass Jesus mich von meiner Sünde errettet hat, darunter auch meine unproduktiven und selbstzerstörerischen Gedanken, kann ich es wieder wagen, zu träumen. Mit Gottes Hilfe können und werden wir unser Quartier transformieren. Ich bin begeistert, daran teilnehmen zu können.»
Wir sind ständig auf der Suche nach Menschen, die es wagen zu träumen und die ihr Leben, ihre beruflichen Fähigkeiten, ihre Finanzen und ihre Kontakte nutzen möchten, um städtische Slums - in Jesu Namen - zu transformieren. Wenn Sie daran interessiert sind, mehr zu erfahren, schreiben Sie uns: jlkrieg@gmail.com
