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„Darf ich das Messer bitte?“

Mittwoch 25. November 2009 14:25Alter: 2 yrs

Am Sonntag, 15. November feierte Juropa das 10-Jahre-Jubiläum in der FEG Langenthal. Beim Festanlass war ein authentischer Einblick in diverse „Juropa-Baustellen“ in ganz Europa möglich.

„Darf ich das Messer bitte?“, dies eine Phrase, die Raphael Dahlhaus während eines Einsatzes auf Russisch gelernt hat. Nicht etwa, weil er an Leib und Leben bedroht gewesen wären, sondern weil auch in einem Jungscharkurs in der Ukraine gelegentlich Brot geschnitten werden will. Auch sonst bekamen die Gäste am 10-Jahre-Jubiläum von Juropa, viele Eindrücke aus dem praktischen und immer wieder auch speziellen Alltag der Mitarbeiter. Und dass obwohl lediglich eine Handvoll von ihnen in Langenthal anwesend waren. Die meisten schickten ihre Jubiläumswünsche per Video-Clip quer durch Europa. Aus Deutschland, Holland, Portugal, Rumänien, Österreich, Italien, England, der Slowakei und Bulgarien. Das ganze meist witzig verpackt und nicht selten auch mit einem grossen Dankschön an die Mitarbeiter der Geschäftsstelle.

Auch der Juropa-Vorstand trat in Aktion. Er musste einen pokalartigen Mammut-Kerzenständer dekorieren, während die andern anwesenden Gäste – Vereinsmitglieder, Freunde – einen Quiz zur Geschichte von Juropa bestehen mussten. Der dekorierte Kerzenständer brachte hinterher bei einer Versteigerung stolze 840 Franken ein. Dann folgte fliessend der Übergang in eine kreative Gebetszeit.

 

Auftakt mit Gottesdienst

Der Auftakt war am Morgen in einem Gottesdienst zu Thema „offene Türen“ erfolgt. Im Rahmen eines von Judith Weinbrecht geleiteten Talks berichteten Kurzzeit-Mitarbeiter zu Beginn von Erlebnissen aus Spanien und Litauen. Juropa-Präsident Walter Gut „öffnete die Türe“ mit der Perspektive auf die enormen Möglichkeiten, die man, und insbesondere Juropa,  heute hat. Zum einen die Offenheit und die Werte der EU, Werte wie Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit. Zum andern modernen Kommunikationsmittel, welche einen Gedankenaustausch rasch möglich und die Distanzen so kurz wie noch nie machen. Eine ideale Fügung von Umständen, welche in der Bibel mit dem Begriff „Kairos“ bezeichnet wird. „Die richtigen Möglichkeiten, zur richtigen Zeit, um mit den richtigen Leuten etwas in Bewegung zu bringen“, brachte er es auf den Punkt. Ähnliche Umstände wie sie die Bibel in der Zeit der Apostelgeschichte schildert, als sich der christliche Glaube in weniger als 50 Jahren im ganzen Mittelmeerraum verbreitete. Perfektes Timing würde man das heute nennen.

Wie sich das perfekte Timing 2000 Jahre später präsentiert, das berichtete Kurt Mühlematter, in Form von mehreren kurzweiligen, teilweise ergreifenden Anekdoten.

 

Geburtstagstorte zum Schluss

Im späteren Nachmittag kam das Messer nochmals zum Einsatz. Walter Gut und Kurt Mühlematter schnitten allerdings nicht Brot sondern die grossdimensionierte und hervorragend schmeckende Geburtstagstorte an (wer sie verpasst hat ist selber schuld). So klang das Fest im späteren Nachmittag mit einem Höhepunkt aus.

 

(Martin Sommerhalder)